Wenn ein Schüler Ihnen sagt, dass er transgender ist, vertraut er Ihnen etwas zutiefst Persönliches an. Ob Sie Lehrer:in, Coach, Bibliothekar:in oder Schulpersonal sind, Ihre Reaktion ist wichtig. Die Art, wie Sie einen trans Schüler behandeln, kann seine Sicherheit, sein Lernen und sein Selbstvertrauen für Jahre prägen.
Was bedeutet es, trans zu sein?
Ein transgender Mensch ist jemand, dessen Geschlechtsidentität sich von dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht unterscheidet. Zum Beispiel kann ein Schüler, der bei der Geburt als Mädchen bezeichnet wurde, Ihnen sagen, dass er ein Junge ist. Oder er sagt, dass er nicht-binär ist und sich nicht nur als Junge oder Mädchen fühlt.
Das ist keine Phase oder Verwirrung. Das ist ein junger Mensch, der ehrlich darüber ist, wer er ist.
Warum Ihre Unterstützung wichtig ist
Trans Schüler haben ein höheres Risiko für Mobbing, Belästigung und psychische Probleme. Aber die Unterstützung von nur einem vertrauenswürdigen Erwachsenen kann einen großen Unterschied machen. Ihr Respekt und Ihre Fürsorge können dazu beitragen, dass sich dieser Schüler sicherer, selbstbewusster und lernfähiger fühlt.
Was Sie sofort tun können
- Verwenden Sie ihren Namen und ihre Pronomen: Wenn ein Schüler sagt, dass er einen anderen Namen oder andere Pronomen als zuvor verwendet, nutzen Sie diese. Tun Sie es ohne Zögern oder Diskussion.
- Korrigieren Sie andere sanft: Wenn jemand anderes den falschen Namen oder die falschen Pronomen verwendet, korrigieren Sie ihn freundlich, aber klar. Gehen Sie weiter, ohne eine große Sache daraus zu machen.
- Fragen Sie, was sie brauchen: Fragen Sie diskret nach. Sagen Sie etwas wie: "Gibt es etwas, das Sie von mir brauchen, um sich hier sicher oder unterstützt zu fühlen?"
- Respektieren Sie die Privatsphäre: Erzählen Sie anderen nicht, dass der Schüler trans ist, es sei denn, der Schüler hat Ihnen gesagt, dass es in Ordnung ist. Jemanden zu outen kann gefährlich sein.
- Seien Sie ein Vorbild für Respekt: Wenn Sie Freundlichkeit und Klarheit zeigen, werden andere Schüler Ihrem Beispiel folgen.
Einen sichereren Raum schaffen
- Aktualisieren Sie Ihre Formulare: Verwenden Sie "Name" statt "legaler Name". Verwenden Sie "Pronomen" in Umfragen, wenn Sie nach Geschlecht fragen.
- Vermeiden Sie Gruppierung nach Geschlecht: Versuchen Sie, Schüler nicht in "Jungen und Mädchen" einzuteilen. Verwenden Sie kreative Alternativen wie "Gruppe eins und Gruppe zwei".
- Wählen Sie inklusive Bücher und Beispiele: Zeigen Sie, dass trans Menschen existieren und Teil des Alltags sind.
- Behandeln Sie Mobbing schnell: Stellen Sie sicher, dass Ihr Klassenzimmer ein Raum ist, in dem alle Schüler wissen, dass Belästigung nicht toleriert wird.
Wenn Sie einen Fehler machen
Sie könnten sich versehentlich vertun. Das ist in Ordnung. Wichtig ist, wie Sie reagieren. Sagen Sie etwas Einfaches wie: "Danke für Ihre Geduld, ich meinte 'sie'" und machen Sie weiter. Machen Sie es nicht zu Ihrer Sache. Machen Sie es einfach beim nächsten Mal besser.
Wenn Sie unsicher sind
Sie müssen kein Experte sein. Sie müssen sich nur kümmern. Sie können sagen:
- "Danke, dass Sie mir vertrauen"
- "Ich möchte Sie unterstützen, auch wenn ich manchmal Fehler mache"
- "Was kann ich besser machen?"
Der Schüler erwartet nicht, dass Sie perfekt sind. Er hofft, dass Sie zuhören und lernen.
Angst und Fehlinformationen verstehen
Manche Erwachsene machen sich Sorgen, wenn ein junger Mensch sagt, dass er trans ist. Diese Angst kommt oft daher, dass sie nicht wissen, was es bedeutet, oder von schädlichen Dingen im Internet hören. Es ist in Ordnung, unsicher zu sein. Aber Ihre Aufgabe als Lehrer:in ist es, alle Schüler zu schützen – auch wenn ihr Leben anders ist als Ihres.
Trans Menschen sind nicht neu. Sie haben immer existiert. Sie sind nicht gefährlich oder verwirrt. Was trans Jugendlichen schadet, ist nicht, wer sie sind, sondern wie andere sie behandeln.
Womit Schulen konfrontiert sind
In ganz Nordamerika versuchen anti-trans Bewegungen, Unterstützungssysteme aus Schulen zu entfernen. Sie wollen inklusive Bücher verbieten, Lehrkräfte bestrafen, die trans Schüler bestärken, und Kinder zwingen, zu verbergen, wer sie sind. Sie haben vielleicht Angst, das Richtige zu tun. Aber Ihre Aufgabe ist es nicht, der Angst zu dienen. Ihre Aufgabe ist es, dem Schüler zu dienen.
Wenn Sie nervös sind, vernetzen Sie sich mit anderen, die Inklusion unterstützen. Kennen Sie Ihre lokalen Gesetze. Treten Sie Netzwerken zur Unterstützung des Personals bei oder gründen Sie solche. Sie sind nicht allein.
Sie können der Grund sein, warum ein Schüler bleibt
Sie könnten der erste Erwachsene sein, der einen trans Schüler mit vollem Respekt behandelt. Sie könnten der einzige sein, bei dem er sich sicher fühlt. Ihre Handlungen können dazu beitragen, dass dieser Schüler nicht nur überlebt, sondern gedeiht.
Unterschätzen Sie nicht die Macht einer Lehrkraft, die zuhört. Eines Coaches, der bestärkt. Einer Bibliothekarin, die ihm eine Welt zeigt, in der er dazugehört.
Lernen Sie weiter
Dies ist nicht das Ende des Gesprächs. Lesen Sie weiter. Stellen Sie weiter Fragen. Zeigen Sie weiterhin Präsenz.
Ihre Unterstützung muss nicht perfekt sein. Sie muss nur echt sein.